Berufsbedingten Umzug steuerlich absetzen

By Elena Merle 16. November 2015 Einen Kommentar schreiben Zu den Kommentaren

Wie setzt man einen berufsbedingten Umzug steuerlich ab?

 

Es ist geschafft – der neue Job ist sicher und die Aufregung und Freude über die neue Arbeitsstelle groß. Doch nicht selten wird diese jäh gebremst, wenn die neue Arbeit einen kostspieligen Umzug in eine andere Stadt oder gar Land zur Folge hat. Jedoch wissen viele Arbeitnehmer nicht, dass und in welcher Höhe sich diese Kosten von der Steuer absetzen lassen. Wir zeigen Ihnen, welche umzugsbedingten Kosten Sie in der Steuererklärung angeben können und worauf Sie dabei achten müssen.

 

 

Wann ist ein Umzug beruflich bedingt?

 

Die Definition für einen berufsbedingten Umzug ist vielfältig. Unter die Kategorie zählt beispielweise nicht nur die Erstaufnahme einer Arbeit nach einem Studium oder einer Ausbildung, sondern auch, wenn die bereits langjährig ausgeübte Tätigkeit zukünftig an einem anderen Ort stattfindet. Außerdem berufsbedingt ist der Bezug einer Dienst- oder Zweitwohnung, sofern dies im Interesse des Arbeitgebers geschieht sowie ein Umzug, infolgedessen sich der Arbeitsweg täglich um mindestens eine Stunde verringert.

 

Wichtig: Stellen Sie sicher, dass der Arbeitsvertrag unterschrieben ist, bevor Sie sich eine Wohnung suchen. Anderenfalls kann der Umzug als privat angesehen werden und zählt demnach nicht als berufsbedingt.

 

 

Welche Kosten dürfen angegeben werden?

 

Ausgaben rund um den Job zählen zu den Werbungskosten und lassen sich als solche in der Steuererklärung in voller Höhe nach Vorlage der entsprechenden Quittungen und Nachweise angeben. Sie unterteilen sich in allgemeine und sonstige Umzugskosten.

 

Unter die allgemeinen Umzugskosten fallen:

  • bis zu drei Monatsmieten für die neue und sechs für die alte Wohnung, wenn der Mietvertrag nicht rechtzeitig gekündigt werden konnte

  • Maklergebühren für die Vermittlung der neuen Wohnung (gilt nicht für Eigenheim)

  • Schönheitsreparaturen in der neuen Wohnung (Streichen von Wänden, Türen, Fensterrahmen von innen)

  • Transport- und Fahrtkosten für Speditionen oder angemietete Fahrzeuge

  • Fahrtkosten zur Besichtigung einer potenziell neuen Wohnung: 30 Cent pro Kilometer oder tatsächliche Kosten

  • Kosten für neue Herde (maximal 231 €) und Öfen (max. pro Zimmer 164 €) sofern deren Anschaffung notwendig ist (z.B. wenn die Geräte in der alten Wohnung verbleiben müssen)

 

Unter die sonstigen Umzugskosten fallen:

  • Kosten für Auf- und Abbau der Geräte, Möbel sowie Elektrik und Gardinen

  • Trinkgelder für das Umzugspersonal

  • Änderung, Abbau, Anbringen und Installation von Rundfunk- und Fernsehantennen

  • An- und Abmeldung von Telefonanschlüssen

  • behördliche Ummeldung von Personen und Kraftfahrzeugen

  • Umschulungs- und Nachhilfekosten für Kinder: Unterrichtskosten werden bis zur Hälfte des Höchstbetrags als Werbungskosten anerkannt, vom Restbetrag dürfen noch 75 Prozent der Nachhilfekosten abgezogen werden, maximal jedoch 1.841 € (Stand 2015)

  • Anschaffung von Mülltonnen nach den Vorgaben des neuen Wohnortes

 

Bei den sonstigen Umzugskosten besteht auch die Möglichkeit, diese mit einer Pauschale abzugelten. Diese Umzugspauschale darf jeder Steuerzahler einmal pro berufsbedingtem Umzug in seiner Steuererklärung geltend machen. Die Höhe der Pauschale richtet sich nach dem Ende des Umzugs sowie dem familiären Stand.

 

 

Umzugsende

verheiratet

oder Lebenspartner

ledig

Zuschlag pro weitere

Person im Haushalt

ab 1. März 2015

1.460 Euro

730 Euro

322 Euro

ab 1. März 2014

1.429 Euro

715 Euro

315 Euro

ab 1. August 2013

1.390 Euro

695 Euro

306 Euro

ab 1. Januar 2013

1.374 Euro

687 Euro

303 Euro

 

 

Sind Ihre tatsächlichen Kosten höher, können diese anstelle der Pauschale angegeben und mittels Quittungen belegt werden. Wichtig bei der Nutzung der Pauschale ist der Zeitpunkt, zu dem der Umzug vollständig abgeschlossen ist. Wurden die Möbel beispielsweise am 28. Februar 2015 eingepackt und eingeladen und am nächsten Tag in der neuen Wohnung ausgeladen, so zählt der Tag, an dem alle Umzugsmaßnahmen abgeschlossen sind, in dem Fall der 1. März 2015.

 

Die Umzugskostenpauschale erhöht sich um 50 Prozent, wenn innerhalb der letzten fünf Jahre schon einmal ein Umzug aus beruflichen Gründen erfolgte.

 

Es empfiehlt sich, unbedingt alle Quittungen und Rechnungen sorgfältig aufzuheben, um später zu entscheiden, ob eine Pauschale oder die tatsächlichen Kosten angegeben werden sollen.

 

 

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