Wolle

Was Wolle macht sie so besonders?

 

Wolle ist das weiche, meist weißliche Unterfell von verschiedenen Tieren, wie Schafen, verschiedenen Kamelarten und Angorakaninchen, welches sich, entgegen dem Deckfell, durch seine feine Struktur auszeichnet. Biologisch gesehen handelt es sich um faserförmige Strukturproteine (z.B. Keratin), welche eine maximale Länge von 14cm erreichen können und einen rundlichen Querschnitt besitzen. Es existieren verschiedenste Arten von Wolle, je nach Spinnmuster und Tier, von dem das Produkt stammt.

 

Schafe in Herde auf der Wiese - freie Natur und Tiere

Flauschig, weiß und mäh-end: So kennt man das bekannteste aller Wolltiere - das Schaf!

 

Bereits im vierten Jahrhundert vor Christus wurde Schurwolle zur Herstellung von Stoffen verwendet. Die Tiere werden vorerst geschoren oder in besonderen Fällen auch ausgekämmt bzw. gezupft. Das erhaltene Produkt wird gereinigt, „gekämmt“, in gesetztem Fall wird die Wolle gebleicht oder eingefärbt und am Ende des Prozesses zu Garnen verschiedener Dicke gesponnen. Um sie waschmaschinenfest zu machen und außerdem einen Schutz vor Motten und Filz zu garantieren wird die Wolle „ausgerüstet“. In der „Ausrüstung“ wird die Wolle chloriert und anschließend mit einem Polyamid-Film behandelt. Heute werden jährlich rund 2,2 Millionen Tonnen in 100 Ländern der Erde produziert. Hauptlieferanten sind hier Australien, China, Neuseeland, Argentinien, Indien, Groß-Britannien und Nordirland. Ein großer Prozentsatz der Wolle wandert in die Bekleidungsindustrie. Der Rest ist verteilt auf Polsterungen, Teppiche, Düngepellets und verschiedene Bettwäscheartikel.

 

 

Stoffeigenschaften "Wolle"

 

Wie bereits erläutert, handelt es sich hier um tierische Fasern, welche etwas gröber sind als Seide, Baumwolle und Kunstseide. Die Faser wird etwas weicher und nachgiebiger, wenn sie in Berührung mit Wasser kommt, geht allerdings mit voranschreitender Trocknung wieder in ihre Passform zurück. Sie nimmt Wasser gut auf, obwohl die Oberfläche wasserabweisen agiert.

Stoffe aus Wolle sind leicht fallend, elastisch und dank ihrer Faserstabilität auch in groben Maschen sehr beständig. Aufgrund der Fasereigenschaften nehmen Stoffe aus Wolle nur wenig Schmutz auf und isolieren Wärme, was sie zu einem guten Wegbegleiter für kalte Wintertage macht! Wolltextilien nehmen nur wenige Gerüche an, nehmen zuverlässig Schweiß auf und neutralisieren diesen durch ihre selbstreinigenden Mechanismen.

Ein kleiner Hausmitteltrick: verschwitzte Wollsocken bilden im Selbstreinigungsprozess Antibiotika, die gut gegen Erkältungen helfen!

 

 

Reinigung von Wolle

 

Mit Tierwolle sollte sehr behutsam umgegangen werden. Am besten sollte man sie mit einem besonderen, kurzzeitigen Wollwaschgang oder aber mit der Hand bei maximal 40 Grad Celsius waschen. Die Waschmaschinenbeladung sollte 2kg nicht übersteigen und es empfiehlt sich ein Wollwaschmittel, um die natürlichen Fasern zu schützen. Bei einer Handwäsche ist zu beachten, die Wollartikel nicht einzuweichen oder stark auszuwringen, sondern sie eher mehrmals mit viel Wasser sanft auszuspülen. Die nasse Wäsche leicht in Form ziehen und nicht an einem Wäscheständer trocknen, sondern auf einem Handtuch zum Trocknen auslegen. Das erhält die Passform!

 

 

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